Holz – Ein Naturprodukt mit wachsendem Potential
Holz war und ist ein elementarer Naturrohstoff, der scheinbar nicht aufhört nachzuwachsen. Die Verwendung von Holz hat aber auch eine ausgeprägte kulturhistorische Dimension, die sehr weit in die Vorgeschichte der Menschheit zurückgeht. So gehört Holz seit über 400.000 Jahren zu den wichtigsten Rohstoffen, die die Menschheit begleitet hat. Der Rohstoff Holz stand uns Menschen schon in frühster Zeitgeschichte als Werkzeug- und Brennholz zur Verfügung.
Faszination Baum
Bäume sind Naturprodukte von atemberaubender und zugleich Sauerstoff spendender Faszination. Der älteste, lebende Baum, eine Fichte, hat in der schwedischen Region Dalarna vor ca. 9550 Jahre zu wachsen angefangen. Der Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens) ist der größte Baum und ragt mit einer Wuchshöhe von 115,55 m (Stand 2007) in den Himmel. Neben diesem Baum, der im Redwood-Nationalpark in Kalifornien steht, erreicht eine Eukalyptusart (Eucalyptus regnans) ähnliche Höhen. Bei einem 1872 gefällten Exemplar wurde eine Höhe von 132 Meter gemessen. Die nordamerikanischen Mammutbäume benötigen für die Fortpflanzung sogar die Hitze eines Waldbrandes, denn nur durch die aufsteigende heiße Luft öffnen sich die Zapfen und die Samen fallen heraus.

Holznutzung
Was passiert nun mit dem Holz, wenn es denn eingeschlagen wurde? Die typischen Abnehmer des Holzes sind Sägewerke, Holzwerkstoff-, Zellstoff-, und Papierindustrie aber auch Holzhandel, Möbelwirtschaft, Zimmerer-, Tischler- und Schreinerhandwerk, in denen das Rohholz eine höhere Wertschöpfung erlangt.
Holz im täglichem Leben
Im alltäglichen Leben sind wir nahe zu überall von Holz umgeben in Form von Fenstern, Möbeln, Türen und Parkettboden. Das gesamte Papier der Zeitungen, Bücher, Magazine und Zeitschriften, sogar der Tapeten, Teebeutel und Kaffeefilter hat seinen Ursprung im Rohstoff Holz. Außerdem wird Holz mit zunehmender Bedeutung für die Energieerzeugung genutzt, klassisch im Kamin oder in einer modernen Holzpellets-Heizung.

Holz ersetzt andere energieintensive Materialien wie Stahl oder Beton, die auf Basis endlicher Rohstoffe hergestellt werden und bei denen enorme Mengen CO2 bei der Herstellung entstehen. Außerdem ist die Gewinnung dieser Rohstoffe mit erheblichen negativen Umwelteinflüssen verbunden, weshalb Holz aus einer nachaltigen Forstwirtschaft diesen immer vorzuziehen ist. Da die heimischen Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden – das heißt, es wird nie mehr Holz geerntet als nachwächst – erschöpft sich die Ressource Holz in unseren Wäldern durch die Nutzung nicht.
Bundesweit sind im Bereich Forst und Holz etwa 1,2 Millionen Menschen beschäftigt, die einen Jahresumsatz von rund 180 Milliarden Euro erwirtschaften.
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